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3 – Ioudenitch, Klieser & Schnyder

23. November 2025 - 17:00


 
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Das Horn trifft man in der Kammermusik sehr selten. In diesem Konzert steht das Horn im Mittelpunkt. Gespielt wird es von Felix Klieser, einem 34jährigen Musiker, den es hier etwas genauer vorzustellen gilt. Klieser kam ohne Arme auf die Welt, wollte aber schon als Kind unbedingt Horn spielen. Mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Unterricht, in welchem er lernte, die Ventile mit den Zehen des linken Fusses zu bedienen. Ein Instrumentenbauer hat einen Metallständer entwickelt, auf dem das Horn befestigt werden kann.

Damit der Hornist das Instrument stopfen kann, seht ihm ein Apparat zur Verfügung, mit dessen Hilfe er mit dem rechten Fuss die Stopftechnik anwenden kann. Damit gelingt es Klieser, die gesamte Hornliteratur einzuüben und zu interpretieren. Mit Klieser treten die Geigerin Maria Ioudenitch und der hier in Seon bestens bekannte Pianist Oliver Schnyder auf. Maria Ioudenitch wurde in Moskau geboren, wuchs aber in Kansas City auf, wo sie auch Violine studierte. Zuletzt setzte sie ihre Studien bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy fort. Sie wird, zusammen mit Oliver Schnyder, die erste Violinsonate von Camille Saint-Saëns spielen. Zuerst plante der Franzose nur ein kleines Duo für Violine und Klavier, 1885 wurde daraus eine grosse Sonate.

Saint-Saëns zeigte nach den ersten Aufführungen wenig Freude, weil er befürchtete, den Geigenpart bewältige nur ein Fabelwesen. Heute gehört die Sonate zu den beliebtesten ihrer Gattung. Johannes Brahms liebte das Horn, wie auch seine Mutter. Deshalb komponierte Brahms ein Trio mit aussergewöhnlicher Besetzung: Violine, Horn und Klavier. 1865 wurde es in Zürich in Anwesenheit des Komponisten uraufgeführt. Man vermutet, dass Brahms das Trio zum Gedenken an seine Mutter geschrieben hat. «Stellen innigsten, zartesten Ausdrucks, wie auch andere der feurigsten Leidenschaftlichkeit»: das schrieb ein Musikkritiker über Schumanns Opus 70, das 1849 entstand.

Das Notturno für Horn und Klavier stammt aus der Feder von Franz Joseph Strauss, dem Vater von Richard Strauss. Franz Strauss war damals der wohl angesehenste Waldhornist seiner Zeit, was in diesem 1864 entstandenen Werk mühelos nachzuvollziehen ist.

Programm
Robert Schumann – Adagio und Allegro As-Dur op. 70 für Horn und Klavier
Camille Saint-Saëns – Violinsonate Nr. 1 d-Moll op. 75
Franz Strauss – Notturno „Empfindungen am Meere“ für Horn und Klavier
Johannes Brahms – Trio für Horn, Violine und Klavier Es-Dur op. 40 „Horntrio“

Mitwirkende
Maria Ioudenitch – Violine
Felix Klieser – Horn
Oliver Schnyder – Klavier

 
Abendkasse und Apéro (offeriert von SeetalClassics) eine Stunde vor Konzertbeginn.
45 Minuten vor Konzertbeginn findet ein Künstlergespräch statt.


Tickets:
Tickets im Vorverkauf erhältlich.

Eintrittspreise:
Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4
Erwachsene: 60.- 50.- 40.- 20.-
AHV/IV: 60.- 45.- 35.- 20.-
Studierende/Jugendliche bis 25 Jahre: 10.- 10.- 10.- 10.-
Kinder/Jugendliche bis 16 Jahre: gratis gratis gratis gratis